Eine kleine Kaffeeverkostung zu Hause vorbereiten
Eine Kaffeeverkostung zu Hause funktioniert ohne Fachbewertungsbögen oder viele Geräte. Halte Gruppe und Auswahl klein. Ziel ist, Unterschiede zu bemerken und Vorlieben zu entdecken, nicht einen objektiven Sieger oder eine berufliche Qualifikation nachzustellen.
Eine Frage für die Verkostung wählen
Kläre den Vergleich. Zwei Kaffees mit deiner normalen Methode reichen für den Anfang. Änderst du Bohnen, Zubereitung und Servierart gleichzeitig, wird die Ursache der Unterschiede schwerer erkennbar.
Notiere vorhandene Angaben wie Röstereibeschreibung und Röstdatum. Trenne Werbung von eigenen Beobachtungen. Ein höherer Preis oder eine bekannte Herkunft bestimmen nicht, was der Gruppe schmecken soll.
Die Zubereitung einheitlich halten
Nutze dieselbe geeignete Methode, abgemessene Mengen und dasselbe Wasser nach Geräteanleitung. Verwende geruchsfreie Tassen und eine nachvollziehbare Reihenfolge. Brüht ihr nacheinander, notiert die Zeiten, um unterschiedliche Serviertemperaturen zu verstehen.
Gehe sorgfältig mit heissem Wasser und Geräten um. Lasse Proben auf eine angenehme Temperatur abkühlen, statt zu heiss zu vergleichen. Biete kleine Mengen und die Möglichkeit auszulassen. Niemand muss jede Tasse austrinken.
Vor der Vorliebe den Eindruck beschreiben
Die Specialty Coffee Association trennt in ihrem Fachrahmen beschreibende Sinnesbewertung und Vorliebe. Übernimm die Unterscheidung, nicht das vollständige Protokoll. Frage zuerst nach Duft, Geschmack, Textur und Nachklang. Danach folgt die Frage, welche Tasse jemand trinken möchte.
- Wirkt eine Probe leichter oder voller?
- Welcher Eindruck lässt sich für dich am einfachsten beschreiben?
- Ändert sich die Beschreibung beim Abkühlen?
- Bemerkst du etwas selbst oder folgst du fremden Worten?
Gib allen vor dem Gespräch einen stillen Moment zum Notieren. Einfache Worte genügen. «Das fühlt sich für mich leichter an» ist eine gültige Beobachtung. Niemand braucht aufwendige erfundene Geschmacksnoten.
Eine nutzbare Erinnerung behalten
Löse anonyme Kennzeichnungen auf, vergleiche Notizen und halte persönliche Vorlieben fest, ohne die Personen zu bewerten. Schreibe die Zubereitung dazu. Eine Vorliebe kann bei einer anderen Methode wechseln; mache aus einer Sitzung kein allgemeines Urteil.
Ändere beim nächsten Versuch bewusst ein Element. Ein kurzer wiederholbarer Vergleich kann für deine Kaffeewahl hilfreicher sein als eine komplizierte Veranstaltung, deren Einzelheiten niemand behält.
Quellen: Specialty Coffee Association: Coffee Value Assessment.